Historie

Ein Stück Geschichte

Die Heldenburg wurde 1302 als castrum solth erstmals genannt. Erbaut wurde die Burg spätestens im 13. Jahrhundert von den Grafen von Dassel oder von den Welfenherzögen. 1291 gelangte die Burg in den Besitz des Herzogs Heinrich Mirabilis, der 1322 auf der Burg starb. Ein rauschendes Turnier fand im Jahre 1305 statt. Durch die strategisch günstige Lage in der Nähe der Salzquelle, der Burg Grubenhagen und der Bierstadt Einbeck wurde sie bald zur Residenz der Herzöge von Grubenhagen.

Viele Herzogsgräber befinden sich in der Münsterkirche dieser Stadt. Die Herzöge wurden bald mit dem Beinamen „von Salzderhelden“ bezeichnet. Für lange Zeit war die Burg Salzderhelden die einzige außerstädtische Münzstätte des Fürstentums Grubenhagen. Die drei Söhne von Heinrich Mirabilis verwalteten das Land zuerst zusammen, doch verprasste Heinrich der Grieche auf seinen Reisen in den Orient den südlichen Landesteil im Eichsfeld um die Stadt Duderstadt, der dann an Mainz verpfändet wurde und dort verblieb. Seine Schwester war mit dem Kaiser von Konstantinopel verheiratet.

1365 wurde die Burg vom Landgrafen Friedrich von Thüringen mit etwa 18.000 Mann belagert. Die Burg wurde mit einer Kanone verteidigt und die Belagerer erlitten so schwere Verluste, dass sie bald wieder abzogen. Das soll in deutschen Landen der erste Fall der Verteidigung einer Burg mit einem Geschütz gewesen sein.

1448 kam es zu einer weiteren Belagerung durch den Landgrafen Ludwig den Friedsamen von Hessen. Einer Überlieferung zufolge habe sich die Schwester des Burgherrn (Herzog Heinrich III. von Grubenhagen), Elisabeth (Äbtissin von Gandersheim), auf der Burg aufgehalten. Sie habe die Belagerer überlistet, in dem sie Frauenkleider aus den Burgfenstern hängen ließ. Die Belagerer wollten nicht gegen „Weiber“ kämpfen und rückten ab.

Heldenburg

Faszination

Auf die Besucher übt die Heldenburg eine besondere Faszination aus - unwillkürlich fragt man sich, wie die einzelnen Gebäude einmal ausgesehen haben mögen, wie viele Menschen hier gelebt haben und wie sich das tägliche Leben gestaltete. Bei einer Burgführung versuchen wir auf diese Fragen eine Antwort zu finden.

vom 13. bis 21. Jahrhundert

Heldenburger Zeitleiste

600 Jahre Heimatgeschichte

Niedersachsenross

Bei der Aufarbeitung der Geschichte unserer Heldenburg können wir mit besonderen Stolz darauf hinweisen, das unser weißes Ross im Niedersächsischen Wappen im Jahre 1361 von Herzog Albrecht, der auf der Heldenburg residierte, als Wappensymbol zum ersten Mal verwendet wurde. Man kann annehmen, dass der Herzog damit einen stolzen Bezug auf den Sachsenherzog Widukind herstellen wollte.
Dieses „Niedersachsenross“ hat nun die über 600 Jahre Heimatgeschichte erlebt und natürlich auch Veränderungen erfahren: als krönendes Zeichen in der Helmzier, als Prägezeichen auf den Geldstücken, als Wappentier in den Hoheitssymbolen.
Die Bedeutung wurde immer umfassender, als Sachsenross in der Widukindsage, als Helmzier bei den Grubenhagener Herzögen, dann als Wappentier der Braunschweiger Herzöge, der Welfen, der Hannoverschen Könige, bis es ganz selbstverständlich für das ganze Land Niedersachsen Gültigkeit errang.

Erfahren & Entdecken

Geschichte der Burg

Das Buch über die Heldenburg

am 20.November 2019 erschien das neue Buch“Die Heldenburg bei Salzderhelden” im Rahmen der Wegweiser zur Vor- und Frühgeschichte Niedersachsens Band 32.Das Buch kostet 12,80 Euro und ist erhältlich bei: der Burgschänke Salzderhelden Annes Weinkontor der Touristinfo Einbeck…

Neues Beschilderungskonzept vom NLD

Neues Beschilderungskonzept vom NLD

Mit einem neuen Beschilderungskonzept unterstützt das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege (NLD) die Besucher der Heldenburg dabei, sich die Burgruine und ihre Geschichte an 17 Stationen zu erschließen. Die Besucher erfahren Wesentliches über die einstigen Bewohner,…

Helden der Heldenburg

Mit €12 im Jahr pro Mitglied können wir großartiges leisten!

Förderverein Heldenburg e.V. © 2021. All rights reserved. Made with ❤️ by ONLINEROCKSTARS_