
Herzog Albrecht I. von Braunschweig-Grubenhagen und die Leidener Handschrift des „Wigalois“
Vortrag am Montag, 02.November, um 19:30 Uhr in der Halle des Alten Einbecker Rathauses
Der Vortrag befasst sich mit dem doppelten Kolophon am Ende der Leidener ‘Wigalois’-Handschrift aus dem Jahr 1372. Dort nennt der Schreiber des Codex seinen Namen (her Jan uon brunswik) und auf der letzten Bildseite des Bilderzyklus ist ein Schreiber bei der Arbeit an einem Codex dargestellt. Zusätzlich wird mittels eines Wappenfeldes ein Bezug zum im Kolophon genannten Auftraggeber des Codex, Herzog Albrecht I. von Braunschweig-Grubenhagen, hergestellt. Eine genaue Analyse der letzten Doppelseite des Leidener Codex erweist, dass die Entstehungsumstände dieser Handschrift noch enger als bisher gedacht an das Herzogshaus Braunschweig-Grubenhagen gekoppelt sind. Möglicherweise ist der Schreiber der Handschrift als Johann/Johannes von Braunschweig-Grubenhagen zu identifizieren, ein Bruder Herzog Albrechts, der von 1361/62 bis 1364 zusammen mit diesem das Herzogtum regierte und danach eine geistliche Laufbahn einschlug.
Prof. Dr. Oliver Auge ist Inhaber des Lehrstuhls für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein in Mittelalter und früher Neuzeit. 2008/09 vertrat er den Lehrstuhl für Spätmittelalterliche Geschichte an der Universität Göttingen. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Geschichte der Fürsten Norddeutschlands bis zur Reformation.
Titelbild: Von Wirnt von Grafenberg – Leiden University Library, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12794771


